Dienstag, 1. Mai 2012

29er Test im Miriquidi

Isabel, Stefan und ich waren heute bei bestem Wetter nochmal im "Dunkelwald" Rund um Lengefeld unterwegs. Für Stefan und mich war es nochmal eine Probefahrt mit den 29 Zoll Modellen von Cube bzw. Specialized die wir uns übers verlängerte Wochenende aus dem Laden geliehen haben.
Das Specialized Stumpjumper 29er Expert Carbon, wie der volle Name lautet, fuhr sich für mich in jeder Situation problemlos, aber ohne den viel umworbenen Aha-Effekt. Auf den Trails rumpelte es genauso wie ich es von meinen 26 Zoll Rädern gewohnt war, einen spürbaren Unterschied im Abrollkomfort konnte ich nicht feststellen. Erfreulich war der serienmäßig verbaute 680mm Lenker. Durch den breiten Lenker konnte man das Rad punktgenau auf dem Trail und in der Luft manövrieren. Die Formula R1 verzögtere zwar, war aber mit 160mm Scheiben an Front und Heck etwas unterdimensioniert. Etwas Fingerkraft traue ich mir zu, aber als Einfingerbremser war es nahezu unmöglich das Bike aufs Vorderrad zu bremsen, ich glaube da darf man sich ein paar Gramm mehr gönnen und wenigsten am Vorderrad auf 180mm aufrüsten - oder was aus Barnoldswick montieren ;-)
Die großen Räder fahren sich insgesamt recht unauffällig. Jedoch blieben sie bei uns etwas hinter den großen Werbeversprechen zurück.

Sonntag, 29. April 2012

Thalheimer Crossduathlon

Letztes Aprilwochenende, Zeit für den Thalheimer Crossduathlon. In seiner zehnten und letzten Austragung wollte ich wiedereinmal in der Staffel am Start sein. Da Mario Cipollini jedoch einen Einzelstart vorzog war der Start vor gut einer Woche noch offen. Kurz vor Meldeschluss hatte ich dann auch einen Läufer gefunden - Christoph May, auf verschiedensten Distanzen bei Deutschen Meisterschaften schon auf dem Siegerpodest, bergige Strecken gewohnt und Jahrgang '44 - mit so viel Erfahrung sollte also nicht mehr viel schief gehen können. 
Kurz nach 10 wurden die Läufer auf die Strecke hinter dem Sportpark geschickt. Nach 24:30min übergab mir Christoph die Startnummer und schickte mich auf 4 Runden je 5km. Damit lag er nach der ersten Laufeinheit nur eine Sekunde hinter Maik was sein gutes hatte. So konnte ich im ersten Anstieg auf Rudi aufschließen und überredete ihn zu gemeinsamen vier Runden über den Eisenweg. In den Anstiegen hielt ich das Tempo hoch und Rudi drückte auf den Geraden ordentlich. Vom Material her waren wir auf einer Ebene, denn wir waren heute beide auf 29'' unterwegs. Gemeinsam kamen wir im Feld gut nach vorn und sammelten immer mehr Leute in unserem Windschatten - Führungsarbeit leisteten aber trotzdem nur wir zwei... Nach 44:34min waren wir auch schon wieder fertig und wechselten zurück auf die Läufer. Zeitgleich bedeutete das für Rudi und mich die viert schnellste Radzeit der Staffeln an diesem Tag. Nun galt es, Christoph (Jg '44) gegen Maik (Jg '82) schenkten sich auf den anschließenden drei Kilometer wieder nichts. Am Ende überquerte Maik ganze zwei Sekunden eher die Ziellinie, was für uns Platz 7 bedeutete. 
Dieses Jahr war vieles anders. Größere Laufräder, ein neuer Laufpartner, der letzte Cross"duathlon" und trotzdem hat es mal wieder seeeehr viel Spaß gemacht. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr zum Thalheimer Cross"zweiathlon" oder wie er dann auch immer heißen mag... ;-)

Sonntag, 15. April 2012

Guidetreffen

Während die meisten Biker aus der Region den Marathon-Saisonauftakt beim Kyffhäsuer-Berglauf feierten, machten sich Isa und ich am Mittwoch auf den Weg nach Ohlstadt zum Chef. Nach einem lustigen Abend stand am Donnerstag das Konzept fürs Fahrtechniktraining auf dem Plan. Die ernste, praktische Planung wurde immer wieder von Wheelie-Übungen/-versuchen unterbrochen. Aber wir kamen dann doch irgendwie ganz gut vorwärts im Programm und unterbrachen erst bei den Kurvenübungen für eine kurze Kaffeepause. Dort beschlossen wir dann lieber noch einen schönen Trail zu fahren und im Anschluss sollte es evtl. nochmal zu Meik gehen. Von Farchant mehr oder weniger zügig 600hm hinauf und dann wieder hinab. Mehr sollte es nicht werden. Der Trail war im oberen Teil recht spitzwinklig und auf der ersten Metern gut schiebbar - der Chef ist natürlich gefahren ;-). Bald wurde der Pfad zu einem Traum - vieles fahrbar, einige knifflige Passagen und immer mit einem breiten Grinsen kamen wir dem Tal nur langsam näher. Als wir dann irgendwann unten ankamen legte die Chefin noch einen Pfützenmanuel hin, dass uns anderen die Ohren schlackerten. Im Anschluss wollten wir ja noch zu Meik - Pumptrack fahren :-) Mit ungewohnten Bikes ging es auf den kleinen Kurs. Nach ein paar Minuten hatte ich den Dreh raus und kam auch schon eine komplette Runde nur mit pumpen und ohne treten um den Kurs. Auch hier hatten wir jede Menge Spaß und das Grinsen wurde nochmals breiter...
Am Freitag ging es dann nach Benediktbeuern und von dort hinauf zur Kohlstattalm wo das eigentlich Guidetreffen stattfand. Mit 17 Leuten waren wir auf der urigen Hütte. Ohne Strom, ohne fließendes Wasser, dafür mit super Teamgeist verbrachten wir 2 schöne Tage abseits der Zivilisation im "in Gründung befindlichen Staat Alpenevent". Die Saison wurde besprochen, Verbesserungsvorschläge wurden diskutiert und gespielt und gelacht wurde natürlich auch sehr viel. 
Inzwischen wieder aus dem Erzgebirge nochmals vielen Dank an Andi und Mirja für die schönen Tage bei euch im Süden und an alle Guides für das tolle Wochenende mit euch auf der Hütte - I frai mi aufi de Saison mit eich...

Freitag, 6. April 2012

Minus ein Fahrrad

Der Schlossberglauf am vergangenen Wochenende war zugleich auch das Abschiedsrennen für "mein" SCOTT Scale. Na knapp einem Jahr hab ich es nochmal fein geputzt (dafür hab ich sogar die Kurbel ausgebaut) und dann bei Biker&Boarder im Laden wieder abgegeben.
Im Gegensatz zum "alten Scale" bin ich das "10er" nur eine Saison gefahren, trotzdem hat es wieder einiges erleben dürfen. Neben einigen kleineren Rennen musste es auch bei der Rundenhatz zum Heavy24 herhalten wo es zusammen mit den Jungs von BB einen 2. Platz in der 8er Wertung einfahren half. Neben dem Renneinsatz war es aber auch bei einigen "Enduro-Touren" im Einsatz und der touristische Höhepunkt war wohl der Alpencross mit Ronny.
Wer also ein 2011er Scale 10 mit einigem an Erfahrung sucht, der kann ja mal im Laden vorbeischauen...

Samstag, 31. März 2012

Geringswalder Schlossberglauf

Kurz vor dem Aprilscherz stand ich wieder in Geringswalde zum Schlossberglauf an der Startlinie. Kurz nach 10 kam wahrscheinlich für alle 14 Teilnehmer der Startschuss doch recht überraschend, nachdem wir zu erst noch auf einige Läufer warten sollten damit sie ungehindert ins Ziel konnten. Mit 2 Tagen Trainingslager in der vergangenen Woche war meine Vorbereitung natürlich ideal und ich konnte mich gleich an die führende Position setzen. So konnte ich auch die erste, recht spaßig zu fahrende, Abfahrt recht ruhig fahren und konnte mir die Wurzeln selbst aussuchen über die ich springen wollte. Im Flachstück waren wir dann zu fünft unterwegs und das Tempo war noch recht moderat. Führungsarbeit wollte keiner so recht leisten, also fuhr ich recht viel von vorn. Als eine Streckenpostin plötzlich aus ihrem Auto gesprungen kam und nach rechts zeigte viel mir wieder ein, dass die Strecke dort eigentlich den Berg hoch geht. Verbremst und verschalten fand ich mich schnell am Ende der Gruppe wieder und konnte dem Antritt von Steffen "Öhmi" Öhmichen nicht folgen. Ich hatte meine Probleme und kämpfter erstmal um Platz 4. Da noch einige Anstiege folgen sollte fuhr ich konstant mein Tempo durch. Letztendlich zahlte sich dies aus, denn ich konnte an jedem Berg einen Fahrer stellen. Am Ende war es ein Berg zu wenig, oder der Öhmi heute einfach zu schnell. Obwohl ich unter dem alten Streckenrekord geblieben bin fehlte am Ende doch ein wenig und so wurde es dieses Jahr Platz 2. Macht nix, da freut sich der Öhmi auch mal wieder - nach 2 Jahren Traurigkeit und 2. bzw. 3. Plätzen. Insgesamt hats wieder viel Spaß gemacht und die Meldung fürs nächste Rennen ist auch schon wieder raus... :-)Link

Donnerstag, 22. März 2012

Trainingslager

Gestern früh um 3:15Uhr war Abfahrt gen Mainfranken. Mit den Rädern im Gepäck ging es nach Margetshöchheim, wo Isa beim Girlsridetoo-Team-Trainingslager mitmacht.
Da ich sie nicht einfach so alleine ins Trainingslager lassen wollte bin ich einfach mal mitgefahren. Da die Teilnahmechancen für mich bei
m Mädelstrainingscamp aber von Anfang an schlecht standen, nahm ich das Rennrad mit und fuhr mein eigenes 2-Tages-kurz-Trainingslager wieder zurück in Richtung Chemnitz. Eine Übernachtung hatte ich mir in Pegnitz organisiert und die Route war auch schnell als kleine Linie im Garmin gespeichert.
6:30Uhr waren wir dann an Mädelsquartier schon angekommen, doch anscheinend schlief alles noch - zumi
ndest ging keine von ihnen ans Telefon so dass wir hinein konnten. Da ich keine Lust auf langes warten hatte und einem wilden Haufen Bikerinnen zum frühen Morgen auch nicht unbedingt über den Weg laufen wollte zog ich mir im Auto schnell alle Klamotten an die der 12L Deuter hergab und startete kurz nach 7 bei frischen -2°C am Main. Durch Würzburg war ein wenig geeier, da dort einige Straßen die ich geplant hatte für Radfahrer gesperrt waren. Nach kurzem Umweg war ich dann wieder auf der Soll-Strecke und kam ganz gut vorwärts - zu gut, denn mein Nachtlager sollte ich erst ab 16Uhr beziehen können. Also lies ich mir unterwegs viel Zeit, schaute im Steigerwald und der Fränkischen Schweiz viel in Landschaft und saß kurz nach 15Uhr in Pegnitz noch eine Weile im Eiscafé. Nach 156km/1400hm war der Tag schnell vorbei, das Eis schmeckte und selbst der Cappuccino war genießbar.
Heute war ausschlafen angesagt, hätte bloß Christin neben mir nicht 6:15Uhr gefragt ob wir den Weck
er nicht doch von 6:30Uhr auf 7:00Uhr stellen sollen - toll, munter war ich nun trotzdem... Frühstück gabs leider nicht im Bett, aber dafür in der Küche. Bei nicht ganz so kalten Temperaturen saß ich kurz nach 8 auf dem Rennrad und rollte direkt von der Haustür weg erstmal 80hm hoch. Weiter ging es über Bayreuth und dann weiter sehr zäh gen Vogtland. Dort fragte ich mich kurz - eigentlich etwas länger, die Auffahrt dauerte ja über eine halbe Stunde - wieso ich eigentlich die Route über Schöneck gelegt hatte. Naja, war ich eben mal wieder auf dem Balkon des Vogtlands. Über Muldenberg und TannenBERGsthal ging weiter. Ab Aue waren nicht nur die Trinkflaschen leer, sondern auch bei mir ging nicht mehr viel. Am Lössnitzer kehrte ich zum ersten Mal bei Big Wolle ein. Zwei Cola, einem Muffin und ein Vanilleeis später traute ich mir dann die letzten knapp 20km bis heim zu und hoffte auf drehenden Wind. Nix wars, weiter gings bei Gegenwind wie schon die ersten 175km. Irgendwann hatte ich es dann geschafft.
Ich hoffe nur, dass Isa nicht irgendwann mal nach Malle, in die Toskana oder nach Südafrika ins Trainingslager will. Dann wirds für mich schwer mit einem 2-Tages-kurz-Trainingslager. :-)

Dienstag, 6. März 2012

Schneller stinken...

Sonnenschein, Temperaturen über 5°C und eine leichter Wind aus Nord-Ost - ideale Bedingungen für eine lockere Rennradrunde. Kurz nach dem Mittag startete ich in Richtung Mülsengrund und freute mich bis Glauchau über den Schiebewind. Kurz vor der B173 sah ich einen Gülletanker an der Ampel und setzte zum Sprint an. Gerade noch bei "spät-grün" die Ampel überquert und ich hatte den Windschatten hinter Traktor und Güllepumpe erreicht. Bis Dennheritz konnte ich so locker mit 40 hinter dem Stinker herrollen, die Geruchsbelastung hielt sich dabei trotzdem sehr in Grenzen. Anscheinend war es die erste Fahrt des Jahres für den, vor dem Winter gewaschenen, Gülletanker. Ohne Windschattenspender ging es dann weiter über die ganzen Mülsennester und den Magnetberg zurück in die Heimat.
Solltet ihr in nächster Zeit auch einmal auf einen Gülletransporter treffen, so könnt ihr den Windschatten gefahrlos nutzen - so lange die Nadel der Füllstandsanzeige nach unten zeigt. Sollte diese gen Himmel zeigen, so würde ich mir doch zweimal überlegen ob schneller stinken wirklich sein muss :-)

Donnerstag, 23. Februar 2012

Jahresplanung 2012

Während die einen schon fleißig am Trainieren sind bzw. bald ins Trainingslager düsen wollen, wurde bei Guido ja schon über das noch ausstehende Teamtreffen bei BB diskutiert. Ursprünglich für den 1. November angesetzt bin ich mir inzwischen nicht mehr so ganz sicher welches Jahr gemeint war :-)
Die Rennplanung hält sich bei mir daher sehr in Grenzen und inzwischen sind schon recht viele Wochenenden als "rennfrei" anderweitig verplant. So ist neben der Uniabschlussarbeit und einem weiteren Pflichtpraktikum im Jahreskalender schon sehr viel fürs guiden verplant. So bin ich dieses Jahr wohl mehr als acht Wochen im Alpenraum unterwegs, weitere können aber durchaus noch dazu kommen ;-)
Einen weiteren Vorteil hat dich ganze Sache natürlich auch. Ich kann mich vom Training her entspannt zurücklehnen, ab und an mal etwas mit den LL-Ski durch die Gegend rutschen, hier und da eine Runde mit dem Rad drehen oder einfach mal eine Stunde mit dem Badmintonschläger dem Ball durch die Halle hinterherhetzen - für das was geplant ist reichts auf alle Fälle und viel Spaß macht die Abwechslung alle Mal.
Also dann, ich wünsche allen Trainingslagerfahrern frohes trainieren und immer eine Wolkenlücke vor der Sonne. Den Daheimbleibern kann ich nur wünschen das richtige Händchen beim Griff in den Kleiderschrank zu haben und die Regensachen nicht zu verlegen... :-)

Sonntag, 12. Februar 2012

Rennsteig-Ski-Lauf

Seit schon einigen Wochen hat der Winter bei uns richtig Einzug gehalten und die Fahrräder stehen fast ebenso lange unbewegt auf ihrem Platz. Umso häufiger kamen dafür die Langlaufski zum Einsatz. Grund genug bei einem Skimarathon zu melden und in die winterliche Wettkampfluft hineinzuschnuppern.
Die Meldung für den Rennsteig-Ski-Lauf war schnell erledigt. Angesetzt waren zwei Runden je 19km. Gestecktes Ziel war ankommen und nach Möglichkeit in unter drei Stunden zu finishen.
Bereits am Samstag holten wir die Startnummer ab und erfuhren, dass der niedrigen Temperaturen wegen die Strecke auf 15 bzw. 30km verkürzt wurde. Macht nix, kurz gerechnet: 30km/38km*3h - dann sollte es eben unter 2h 20min gehen.
Kurz vor 9Uhr starteten wir bei -21°C in Richtung Skiarena-Oberhof wo fast schon milde -13°C waren. Fünf Minuten vor dem Start reihte ich mich in der Startaufstellung ganz hinten ein und das wilde Treiben konnte losgehen. Direkt nach dem Start ging es eine kurze Abfahrt hinab in der erstmal ein geordnetes Chaos vorzufinden war. Weiter ging es durch Skiarena, wieder eine kurze Abfahrt hinab und dann galt des den Birxsteig zu bezwingen. Oben angekommen lichtete sich das Feld ein wenig und ich versuchte mein Tempo zu finden. Mit guten Rhythmus ging es auf dem Rennsteig entlang und ich konnte sogar den ein oder anderen Wintersportler überholen. Kurz nach dem 5km-Schild zeigten sich drei Ausrufezeichen am Wegesrand - die erste "richtige" Abfahrt ging es hinab. Eine in der Spur liegende Mütze wollte mich zu Fall bringen, doch ich konnte mich gerade noch auf den schmalen Brettern halten und die 90-Grad-Rechts rechtzeitig anbremsen. Weiter ging es im steten Auf-und-Ab über den Rennsteig. Kilometer 10 war passiert, standen also noch 20 an. Nach der Verpflegungsstelle ging es in eine zügige Abfahrt, mit 50m Abstand auf meinen Vordermann sah ich erstmal kein Problem, doch ging mein Ski irgendwie zu gut - hätten wir am Vorabend mal nicht bis 21Uhr gewachst... Er kam beängstigend schnell näher, doch die Überholspur war auch schon belegt. Gefühlte 20cm hinter seinen Skienden kam ich dann doch noch in eine freie Spur und verhinderte so schlimmeres - puhhh war das knapp. Weiter ging es auf die alte Tambacher Straße, ein langes Flachstück. Doppelstock konnte ich noch ganz gut schieben und so machte ich wieder ein paar Plätze gut. Danach bog die Strecke scharf links ab und es ging auf einer schwarzen Piste den Berg hinab. Noch zwei Hügek galt es zu bewältigen ehe es zum Rundendurchlauf ging. Die Hälfte war geschafft. Auf der zweiten Runde war es recht ruhig auf der Strecke, fast im bei einem Bike-Marathon hatte man nun stets die gleichen Gesichter um sich herum. Alle Abfahrten habe ich dann auch ein zweites Mal überstanden und konnte letztendlich in 2h 19min die Ziellinie passieren. Damit hatte ich lediglich 53min Rückstand auf den Sieger - was immerhin 7min weniger sind als bei meinem ersten MTB-Marathon. Damals hatte ich im Waldpark Grünhaide exakt eine Stunde Rückstand auf Guido :-)
Spaß hats gemacht, die Platzierung ist mir egal und es gab sogar einen Skisack als Startergeschenk bei moderaten Startgebühren. Vielleicht wird ja aus mir mal noch ein Wintersportler?


Sonntag, 7. August 2011

Alpencross 2011 #1

Da ich mich beim guiden dieses Jahr nicht nur auf die Vario1 von Alpenevent beschränken will, stand vorher das obligatorische Abfahren der für mich neuen Route auf dem Plan. Zusammen mit Ronny ging es von Zirl Richtung Mittenwald und dann gen Süden.
Start war Mittwoch den 3. August um 13.30Uhr im österreichischen Örtchen. Nach einer ersten Schiebeeinlage um den für Radfahrer gesperrten Zirler Berg zu um"gehen" bogen wir in S
charnitz in die Karwendeltäler ab wo mit dem Karwendelhaus unsere erste Hüttenübernachtung bereits wartete. Der Regen lies auch nicht all zu lange auf sich warten uns so kamen wir bereits gegen 16Uhr auf der mit Wanderern gefüllten Hütte an. Am Ende des Tages stand 37km und 1380hm auf der Uhr - perfekt zum einrollern ;-)
Am nächsten Morgen ging es nach einer zügigen 800hm Abfahrt im Regen weiter in Richtung Plumsjoch. In der Auffahrt gab mein Rad andere merkwürdige Geräusche von sich als sonst üblich. Eine Speiche am Hinterrad hatte sich verabschiedet und die übrigen 27 konnten die Felge nicht mehr wirklich sauber durch den Hinterbau führen. Die 700hm Abfahrt vom Plumsjoch hat das ganze dann doch noch irgendwie überlebt und im zweiten Radgeschäft am Achensee wurden wir bei der Such
e nach einer Ersatzspeiche sogar fündig. Zu den Schrauberfähigkeiten des Mechanikers spare ich mir an dieser Stelle mal meine Kommentare. Mit 27 DT Supercomp, einer silbernen DT Champion und etwa anderthalb Stunden Zeitverlust ging es weiter ins Inntal. Nach kurzem 600hm Abstecher zum Reither Kogel fuhren wir das Inntal hinauf und kamen auf knapp 1800m üNN in der traumhaften Dominikushütte unter. Nach 115km und knapp 2900hm wartete nicht nur ein netter Hüttenwirt auf uns, sondern wir hatten mit so ziemlich viel Luxus zu kämpfen - Wäscheservice, ein 4-Bett Zimmer für uns und ein traumhafter Blick vom Bett über den Balkon in die Berg- und Gletscherwelt der Zillertaler Alpen.
Tag 3 stand im Zeichen des Aufholens. Nachdem wir am Vortag unser ursprünglich geplantes T
agesziel mit dem Pfitscherjochhaus knapp verpasst haben mussten wir direkt nach dem Frühstück erstmal die knapp 400hm zum Joch hinauf. Nach einer rasanten Abfahrt probierten wir bei Sterzing ein paar Wege am Hang auf fahrtauglichkeit - geht, lohnt sich ;-). Weiter ging es ins Pustertal wo erst eine kurze Welle und dann der Anstieg in Richtung St. Vigil unter die (mit nicht mehr ganz so großen Stollen bestückten) Reifen genommen wurde. Nach kurzer Rast beim Bäcker machten wir uns auf das letzte Stück des Tages zur Fanes-Hütte. Auf dem leicht ansteigenden Monopfad zur Pederü gab es wieder ein komisches Gefühl von meinem Hinterrad - die nächste Speiche verweigerte ihren Dienst. Also zurück nach St. Vigil und hoffen, dass es ein vernünftiges Radgeschäft gibt. Zur Wahl standen 27 neue Speichen einpacken oder ein neues Hinterrad zu holen. Ich entschied mich für zweiteres und lies das wirklich tolle DT XR10 Laufrad allein in St. Vigil zurück - vielleicht holen wir es in 3 Wochen wieder ab... Neu berädert ging es nochmal gen Pederü als ein fetter Truck ala Colt Sievers neben uns herrollte und fragte wo wir hinwollen - es war der Hüttenwirt der Fanes. Schnell waren unsere Rücksäcke auf die Ladefläche gepackt und wir konnten erleichtert die 800hm zur Hütte in Angriff nehmen. An der Hütte angekommen standen dann etwa 140km und 3050hm auf der Uhr.
Nach einer Nacht auf über 2000m üNN ging es wieder früh los und wir fuhren erstmal weiter hoch zum Limojoch. Nach etwas welliger Fahrt auf der Höhe folgte die "Abfahrt" welche wir erstmal schiebend und tragend absolvierten. Im unteren Teil machte sie dann aber auf dem Bike spaß. Wir blieben nicht lange im folgenden Tal, sondern es ging gleich wieder hoch zur Prolongia. Von der über den Passo Compolongo, eine spaßig, rumpelige Abfahrt hinab und wieder hinauf zum Passo Pordio. Dort ging es dann zügig im Tal hinab bis zum gepl
anten Tagesziel. Aber 14:40Uhr am Tagesziel zu sein ist doof dachten wir uns so nahmen wir noch einen Berg in Angriff - 1400hm sollten auf uns warten. Ich hatte den Auftrag dort mal was zu probieren. Gut, da ist etwas Experimentalcharakter dabei. Nach 300hm auf der Manghenpassstraße bogen wir ab und konnten noch gut 700hm im Sattel absolvieren ehe wir wieder in Fahrradschiebewandern übergingen. Etwa eine Stunde und 400hm marschierten wir zu Fuß den Berg hinauf und trafen auf allerlei Tiere der Bergwelt. Laut "Roadbook" nach dem ich das ganze probieren sollte bestand die Abfahrt zunächst aus einem schweren und im unteren Teil aus einem Flowtrail. Oben waren wir erstmal wieder knapp 400hm zu Fuß unterwegs - diesmal aber Bergab. Im unteren Teil war der Trail zwar ganz spaßig, aber ob es nun ein Flowtrail ist muss jeder für sich entscheiden. Gegen 19:30Uhr waren wir nach 115km und ca. 3000hm dann wieder im Tal und fanden im Hinterhof eines kleinen Restaurants ein schönes Zimmer für uns und die Bikes.
Den letzten Tag ging es nach einer kurzen Einrollfahrt gleich wieder 1000hm hinauf um den Kaiserjägerweg unter die Stollenreifen zu nehmen - wobei Stollen inzwischen nicht mehr viele vorhanden waren. Weiter ging es über den Passo Sommo und eine kleine Welle hinab nach Rovereto. Da mein Knie inzwischen etwas zwickte und der Wetterbericht für die geplante zweitägige Asphaltrückfahrt im Etschtal auch nicht besonders sonnig war entschieden wir uns doch den Zug bis zum Brenner zu nehmen. Nach 65km und 1400hm kamen wir 12:35Uhr am Bahnhof an, Ticket am Automaten gelöst um 12:39Uhr, abgestempelt um 12:38Uhr (???) und Abfahrt des Zuges um 12:39Uhr geschaft - top! Vom Brenner warteten dann noch 2 Stunden Regenfahrt bis Zirl auf uns, aber da wurden die Räder schon fast wieder sauber.
Insgesamt waren es 4,5 lustige Tage die ich mit Ronny durch die Alpenwelt radeln konnte - besten Dank nochmal dafür.

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Sebastian Siegert
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Sebastian Siegert

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