Nach über 6 Jahren war ich heute mal wieder am Start des Drei-Talsperren-Marathon in Eibenstock. Auf der 50km Strecke waren neben mir noch Ronny und Sascha aus dem Team vertreten. Nach kurzer Einrollphase durch den Ort ging es nach gut einem Kilometer gleich zur Sache. An der Spitze wurde das Tempo verschärft, Ronny und ich konnten mitgehen und nur kurze Zeit später hatten wir uns mit einer 6-köpfigen Spitzengruppe schon etwas vom restlichen Feld absetzen können. Die 9km und 330hm hinauf nach Carlsfeld absolvierten wir in zügigen 24min und sollen dort wohl um die 4min Vorsprung auf das "Hauptfeld" gehabt haben. Am Skihang kam die nächste Tempoverschärfung der ich fast hätte Tribut zollen müssen. Da der Anstieg doch recht kurz war und danach wieder auf Bummeltempo geschalten wurde, blieb die Gruppe zusammen. Bis zum Auersberg ging es ganz flott weiter. An den Anstiegen wurde kurz aber knackig gedrückt und auf den flachen Abschnitten nahmen alle die Beine hoch. So blieb die Gruppe zusammen und der Puls sank zum Teil auf Grundlagenniveau. Die Auffahrt hinauf zum Auersberg waren wir dann zu sechst nebeneinander unterwegs, schauten uns alle an und lachten. So werden Rennen an der Spitze in Wirklichkeit gefahren ;-). Kurz vor dem Gipfel zog Marcel nochmal kräftig an, so dass unsere Gruppe etwas in die Länge gezogen wurde - es ging um die Bergwertung. In der folgenden Abfahrt waren wir dann aber alle wieder beieinander und rollten gemeinsam die Abfahrt hinab, weiter über die Staumauer der Talsperre Sosa und weiter hinab zum Blauenthaler Wasserfall. Dort ging es wieder knackig hoch und es folgte die letzte schnelle Abfahrt. Im Asphaltanstieg zur Talsperre Eibenstock kam noch Jens vom Team-Vogtland an uns heran. Mit ihm waren wir nun 7 Fahrer die nur noch den Zielanstieg vor sich hatten. Wieder wurde das Tempo verschärft und die größte technische Schwierigkeit lag nun darin den Fahrern der Kurzdistanz auszuweichen bzw. bei deren z.T. recht unüblichen Linienwahl nicht zu kollodieren. Die Gruppe fiel auf dem letzten Kilometer auseinander und ich kam mit knapp einer halben Minute Rückstand auf Platz 6 (4. in der AK) in Ziel.Insgesamt ein spaßiges "Intervallrennen" bei dem ich nach einer Woche Guiden in den Alpen nicht gedacht hätte, dass ich so gut an der Spitze mitfahren kann.
Vielen Dank ans Team FAST-Zweirad-Haus für den tollen Fotoservice.


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